Mittagessen am Arbeitsplatz: Essgewohnheiten all around the world

Edenred ist Anbieter von Essensgutscheinen für Unternehmen und Mitarbeiter und hat 2016 die Ergebnisse einer internen Studie unter dem Namen „Ideal Meal“ veröffentlicht. Den Ausschlag für die Umfrage gaben folgende Fragen, die schon lange im Raum standen und nach einer Antwort suchten: Wissen wir eigentlich, wie Mitarbeiter ihre gewährten Mittagsmenüschecks einsetzen, wie sie ihre Mittagspause gestalten? Haben wir Kenntnisse darüber, wie viel Zeit und Geld den Arbeitnehmern ihre Mittagspause wert ist? Kennen wir ihre Lieblingsspeisen oder Lieblingsort, um die Pause von der Arbeit zu verbringen?

2.500 unserer Kolleginnen und Kollegen mit meist sitzender Tätigkeit aus 14 verschiedenen Ländern waren bereit, den Fragenkatalog mit knapp 18 Fragen zu ihren Essgewohnheiten morgens, mittags und abends zu beantworten.

 

Wie viel Zeit nimmst du dir für deine Mittagspause?

So zielte eine der Fragen auf Dauer und Zeit, die für die einzelnen Mahlzeiten aufgewendet werden. Mehr als 30 Minuten ist das Mittagessen 57 Prozent der Kollegen in Deutschland wert.

Mit Abstand die meiste Zeit für den Lunch am Arbeitsplatz nehmen sich unsere Kollegen in Frankreich. 77 Prozent planen hier weit mehr als 30 Minuten für die Mittagspause ein. Am eiligsten haben es die Kollegen Hellas', die sich mit einer großen Mehrheit von 91 Prozent weniger als 30 Minuten das Pausenbrot schmecken lassen. Das Schaubild macht deutlich, dass es große Unterschiede in der Gewichtung der einzelnen täglichen Mahlzeiten gibt. Demgemäß liegt die Hauptmahlzeit des Tages bei den Griechen am Abend.

Was erwarte ich von meinem Mittagessen?

Welche Bedeutung hat die Pause zur Mittagszeit? Welchem Bedürfnis entspricht sie? Deutliche Aussage in Deutschland hierzu: Beim Mittagessen möchte ich entspannen, eine Auszeit von den Anforderungen des bis dahin verstrichenen Tages nehmen. Das bestätigen 41 Prozent der Befragten. Gefolgt von weiteren 30 Prozent, die die Pause dringend benötigen, da sie schlicht Hunger haben.

Und wo verbringen die Kollegen weltweit ihre 15 bis 45 Minuten Mittagspause?  Mindest einmal die Woche gönnen sich Brasilianer, Tschechen wie auch Japaner und Franzosen einen Besuch im Restaurant. Auffällig hier wieder, je mehr die Mitarbeiter sich Zeit für die Lunchpause nehmen, desto eher statten sie ihrem Lieblingslokal einen Besuch ab.

Was brauchst du für ein ideales Mittagessen?

Dann die entscheidene Frage, was ist dein Ideal meal? Hierfür sollten die 2.500 Befragten angeben, welche Kriterien für sie wirklich wichtig sind, damit sie eine Mittagsmahlzeit an Arbeitstagen als geeignet und ideal bewerten. Für die einen (Tschechen, Franzosen, Griechen und Italiener) ist es die Qualität des Essens, die Zutaten und die Zubereitung. Brasilianer, Deutsche, Japaner, Mexikaner, Rumänen und Venezulaner legen Wert auf Geselligkeit beim Essen. Alleine zu essen widerstrebt ihnen, sie suchen den Austausch und Kontakt zu Gleichgesinnten. Den Belgiern, Polen, Briten und US-Amerikanern ist wenig zeitlicher Aufwand wichtig. Daher greifen sie oft zu vorgefertigten Speisen, die ihnen garantieren, dass sie zu einem günstigen Preis satt machen und bis zum Ende des Arbeitstages für die notwendige Energiezufuhr sorgen.

Auch in die Essgewohnheiten zu Hause, im Kreise der Familie gewährten die Befragten Einblick. Frische Zutaten selbst zubereiten, das steht bei den meisten hoch im Kurs. Mindestens ein- bis dreimal im Monat zu Hause zu kochen, das gaben 65 Prozent der in Deutschland Befragten an. 32 von 100 stellen sich sogar täglich an den Herd. Im internationalen Vergleich rühren gar 73 Prozent der 2.500 Befragten bis zu dreimal pro Woche gerne im eigenen Kochtopf. Selbst kochen und die zubereiteten Mahlzeiten dann auch genießen, liegt seit Jahren ungebrochen im Trend.

Welche Kriterien zählen beim Lebensmitteleinkauf?

Was ist dir beim Einkauf wichtig, war eine der Fragen, die weit über das Thema Mittagessen am Arbeitsplatz hinausging. Doch auch hier hatten die Befragten sehr konkrete Vorstellungen und legten dar, dass in erster Linie Frische und Haltbarkeit (95%) wie auch der Preis (62%) für die Wahl der Lebensmittel ausschlaggebend sind. Auf diese an der Kaufkraft ausgerichteten Kriterien folgen Nährwert (51%), Zutaten (49%) und Ökolabel (39%), die den Qualitätskriterien zuzuordnen sind.

Lassen wir uns bei unserer Speisenwahl beeinflussen?

Wer übt Einfluss auf uns aus, wenn es um Ernährung und Ernährungsverhalten geht? In der Antwort sind die teilnehmenden Länder hier einig: An erster Stelle hat die Familie Einfluss (89%), nach langem Abstand folgen die Medien (53%) und dicht auf, die Bildungsinstitution Schule (52%).

Weitere Auswertungsdetails der internen Studie 'Ideal meal' finden Sie auf unserer Webseite unter dem Menüpunkt Opens external link in new windowReferenzen & Wissen / Studien.

 

 

E-Block-Team
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Erstellt am 11.07.2016
Aktualisiert am 11.07.2016
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