Steuerfreie Mitarbeitergeschenke - Warum sich so viele Arbeitgeber dafür entscheiden

Steuerfreie Sachbezüge für Mitarbeitergeschenke

Geschenke für Mitarbeiter- steuerfrei

Eigentlich fragt man nicht danach, was ein Geschenk gekostet hat. Um jedoch steuerlichen Fallstricken zu entgehen, sollten Arbeitgeber genau dies tun. Wenn sie steuerlich nicht draufzahlen wollen, sollten Unternehmer genau rechnen. Denn ansonsten wird das Geschenk teurer als angenommen – und für den Arbeitnehmer durch zusätzliche Abzüge weniger wert.

Geschenke an Arbeitnehmer zählen genauso zum Arbeitslohn wie andere Bezüge auch. Da macht das Präsent zu Weihnachten oder zum Geburtstag keine Ausnahme. Im Finanzamtsdeutsch spricht man von Sachbezug oder SachzuwendungWas ist ein Sachbezug? Als Sachbezug gilt jede Art von Entlohnung, die nicht in Form von Geld gezahlt wird.

Bis 44 Euro steuer- und abgabenfrei

Damit das Präsentpäckchen eine steuerfreie Zuwendung bleibt, sollten Arbeitgeber die Freigrenzen beachten. Denn Sachbezüge sind steuerlich begünstigt – allerdings nur bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Monat. Bis zu dieser Höhe fallen für den zusätzlichen Lohn auch keine Sozialversicherungsbeiträge an. Entscheidend ist: Dieser Betrag gilt für einen ganzen Kalendermonat. Im Dezember sollten Chefs also nicht zu jedem Adventssonntag wertvolle Geschenke überreichen. Denn wird die Freigrenze auch nur um einen Cent überschritten, muss der Arbeitnehmer die Geschenke als Einkommen versteuern. Auch die Sozialversicherungsfreiheit geht dann für die komplette Summe verloren.

Teures Geschenk? Pauschal versteuern!

Was der Chef seinem Arbeitnehmer spendiert, ist dagegen seine Sache. Er kann sich also auch für einen Buch-, Tank- oder Warengutschein entscheiden. Auch hier gilt: Ein Betrag bis zu 44 Euro pro Monat bleibt steuer- und abgabenfrei.

Praxistipp: Sollte der Arbeitgeber doch einmal etwas Wertvolleres verschenken, kann er die Steuer für die Sachzuwendung übernehmen. Möglich ist das mit der Pauschalregel von 30 Prozent. Und diese Entscheidung kann der Arbeitgeber sogar noch nach Weihnachten treffen – spätestens mit der letzten Lohnsteuer-Anmeldung des Wirtschaftsjahres.

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Ein Beitrag von
Constanze Elter
Erstellt am 11.09.2013
Aktualisiert am 11.09.2013
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