Schon auf dem Laufenden? Was ändert sich 2014?

was ändert sich im Jahr 2014

Be- und Entlastungen, finanzielle und andere Änderungen, die 2014 zu erwarten sind.

Bevor wir einen Ausblick auf das Jahr 2014 wagen, wollen wir noch einmal das Jahr 2013 aus finanzieller Sicht resümieren. Das vergangene Jahr manifestierte das Ende einer dreijährigen Phase mit steigenden Reallöhnen. Insgesamt sanken die Reallöhne der deutschen Beschäftigten 2013 um 0,3 Prozent . Dies lag nicht an den viel gescholtenen Treibstoffpreisen, denn diese sanken im vergangenen Jahr um ungefähr 3 Prozent . Preistreiber für den privaten Konsum waren vor allem Lebensmittel, Bekleidung und Energiekosten. Die Lage wird sich in 2014 kaum entspannen, da die Inflationsrate weiterhin mit 1,7 Prozent (aktuelle Prognose, 06.01.2014) von führenden Wirtschaftsinstituten prognostiziert wird. Welche Veränderungen, Entwicklungen und Chancen erwarten uns im neuen Jahr? In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten finanziellen, aber auch Ihren Alltag betreffenden Neuerungen für Sie zusammengetragen.

Pläne der Großen Koalition: Gute und schlechte Nachrichten

Die gute Nachricht: Steuererhöhungen können nach derzeitigem Stand ausgeschlossen werden. Auch die Beiträge für die Rentenversicherung bleiben konstant, wobei dies nur vordergründig zu den guten Neuigkeiten zählt. Aufgrund der gut gefüllten Rentenkassen – die sich durch den deutlichen Anstieg an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den vergangen Jahren erholen konnten – hätte eigentlich eine Absenkung der Beiträge von 18,9 Prozent auf 18,3 Prozent angestanden. Die Pläne der Großen Koalition gehen hier jedoch andere Wege. Sie sehen die Finanzierung der sogenannten Mütterrente, ein Anliegen von CDU/CSU und der abschlagsfreien Rente mit 63, einem SPD-Steckenpferd vor. Gleichzeitig beinhaltet der Koalitionsvertrag eine Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge um 0,3 Prozent. Bis 2017 sollen hier weitere 0,2 Prozent folgen.

Diese Änderungen belasten vor allem geringere Einkommen

Das Dauerthema Energiekosten bleibt uns auch 2014 erhalten. Die EEG-Umlage wird aller Vorrausicht nach weiter erhöht werden. Experten gehen davon aus, dass ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt im kommenden Jahr noch einmal bis zu 103 Euro für seinen Energieverbrauch mehr veranschlagen muss. Sollten Sie aus diesem Grund einen Protestbrief nach Berlin schicken wollen – Achtung – auch das Briefporto hat sich zum 1. Januar erhöht. Ein Standardbrief kostet nun 60 Cent. Portokosten können Ihnen ebenfalls ab dem 13. Juni 2014 bei der Rücksendung von Onlinebestellungen entstehen. Bisher waren Onlinehändler verpflichtet die Kosten ab einem Warenwert von 40 Euro zu übernehmen – in Zukunft ist dies reine Kulanz des Verkäufers. Allen Versprechungen zum Trotz, konkretisiert sich immer deutlicher die Einführung einer PKW-Maut, die die deutschen Autofahrer mit weiteren 100 Euro für eine Jahresvignette letztendlich belasten könnten. Gebühren für Autobahnen kennen die meisten unter uns bereits von Reisen zu unseren europäischen Nachbarn. Gleiches gilt auch für die Mitführpflicht einer orangefarbenen Warnweste im Auto. Diese Vorschrift gilt ab dem 1. Juli 2014 ebenfalls in Deutschland. Ein Knöllchen im europäischen Ausland hingegen können Sie ab 2014 kostenfrei per Überweisung begleichen. Ab diesem Stichtag wird im gesamten Euro-Raum das SEPA-System eingeführt. Es ermöglicht kostenlose Überweisungen und Lastschrifteinzüge in alle Euro-Länder. Sie finden sicherlich aber auch erfreulichere Anlässe, um diese Neuerung des internationalen Zahlungsverkehrs zu testen.

Neuerungen für hohe Einkommensbezieher

Die genannten Neuerungen betreffen vor allem niedrigere Einkommen. Für hohe Einkommensbezieher wirkt sich zusätzlich die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen zum 1. Januar 2014 aus. Für die Kranken- und Pflegeversicherung erhöht sich die Grenze von 3.937,50 Euro auf 4.050 Euro, während für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung ein Grenzbetrag von 5.950 Euro im Westen und 5.000 Euro im Osten der Republik gilt. Für den Einkommensanteil, der jeweils unter dieser Grenze liegt, müssen Sozialbeiträge gezahlt werden, jeder Cent darüber ist davon befreit. Allerdings unterliegen diese Einkommen durch die Einkommenssteuerprogression einer deutlich höheren Besteuerung, als Gehälter von Durchschnittsverdiener.

Unternehmen dürfen sich auf die alljährlichen Neuerungen in der Reisekostenabrechnung freuen. Ein interessantes Quiz zu diesem Thema hat der Reisekosten-Blog vorbereitet. 10 Fragen helfen den verantwortlichen Reisekostenabrechnern, die aktuellen Änderungen 2014 noch einmal spielerisch zu verinnerlichen.

Die Autoren von 'Schon auf dem Laufenden?' erheben keine Vollständigkeit auf ihre Angaben. Wir hoffen, dass Ihnen unser kleiner Überblick rechtzeitig Ideen und Tipps liefert, um keine bösen Überraschungen im Laufe des Jahres 2014 zu erleben. Wir wünschen unseren Lesern ein gutes, erfolgreiches und informiertes Jahr 2014.

E-Block-Team
Ein Beitrag von
E-Block-Team
Erstellt am 14.01.2014
Aktualisiert am 14.01.2014
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