Mobilität deutscher Arbeitnehmer oder wie Arbeitgeber Pendler entlasten können

Unterstützung für Pendler

Flexible Arbeitszeiten, Benzingutscheine und Laptops als Unterstützung

Das tägliche Pendeln zur Arbeit, entweder mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, gehört für viele Arbeitnehmer in Deutschland heutzutage zum Alltag. Dennoch erwarten viele der täglichen Jobpendler eine Unterstützung für diesen Zusatzaufwand: Beim jährlichen Edenred-Ipsos-Barometer 2014 gaben 62 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, dass sie von ihrem Arbeitgeber erwarten, in punkto Fahrtkosten unterstützt zu werden. Was genau steht hinter dieser Erwartung, wie sehen die Bedürfnisse der Pendler aus und wie können Arbeitgeber über einen Fahrtkostenzuschuss hinaus für eine Entlastung ihrer mobilen Mitarbeiter sorgen?

Fragt man Leute, ob sie zur Arbeit pendeln, erhält man meist als Antwort ein "Ja": Der eine meint damit die regelmäßigen Fahrten der Außendienstes zum Kunden, für andere bedeutet Pendeln, dass die Strecke von der Zweitwohnung zum Hauptwohnsitz meist am Wochenende zurückgelegt wird. Doch der überwiegende Teil der Arbeitnehmer, die nicht am Ort ihrer Arbeitsstätte wohnen, ist jeden Tag auf Achse: Mehr als 89 Prozent pendeln täglich zur Arbeit, nur knapp acht Prozent pendeln wöchentlich (TNS Infratest, 2012).

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Begleiterscheinungen des Pendeln mit dem Auto sind ein hoher Benzinverbrauch und der Verschleiß des eigenen Autos. Neben den finanziellen Aufwendungen belastet auch die kürzere Freizeit und die damit verbundenen kürzeren Erholungsphasen viele Pendler. Studien bringen sogar lange Arbeitswege mit psychischen und physischen Krankheiten in Verbindung. Doch was denken Pendler über den täglichen Weg zur Arbeitsstätte? Und wie viele Personen empfinden Pendeln als Belastung - wie vielen macht es nichts aus?

Nur 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer lehnen das Pendeln kategorisch ab; 35 Prozent der Pendler haben sich damit angefreundet und empfinden es nicht als Belastung. Für immerhin 26 Prozent ist es eine leidige Pflicht. Ein Blick zu unseren direkten Nachbarn zeigt, dass die Schweizer eine positivere Einstellung zum Pendeln haben - es herrscht eine weitaus höhere Akzeptanz des Pendelns als in Deutschland.

Können Sie sich vorstellen, zur Arbeit zu pendeln?

61 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nehmen den täglichen Weg zur Arbeit mehr oder weniger gern für ihren Arbeitgeber in Kauf. Ausschlaggebend ist, wie viel Zeit für den Arbeitsweg aufgewendet werden muss. Laut einer Stepstone-Umfrage unter fast 12.000 Arbeitnehmern sind 44 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte bereit, weniger als eine Stunde Fahrzeit für den Traumjob in Kauf zu nehmen. Weitere 44 Prozent können sich auch mehr als eine Stunde vorstellen. Mehr als zwei Stunden Fahrzeit kommt immerhin noch für 12 Prozent in Frage.Wie lange würden deutsche Arbeitnehmer für ihren Traumjob pendeln?

Mobile Mitarbeiter effizient unterstützen

Wie können pendelnde Mitarbeiter in ihrem Alltag besser unterstützt werden? Eine Hilfe für Arbeitnehmer hier ist nicht zwingend mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden. Beginnen können Sie zum Beispiel damit, Ihre pendelnden Arbeitnehmer durch flexiblere Arbeitszeiten zu entlasten, um so den Stress, der durch verspätete Züge oder unvorhorgesehene Staus entsteht, nicht zusätzlich durch starre Arbeitszeiten zu verstärken. Gerade bei Pendlern kann ein früherer oder späterer Arbeitsbeginn von nur einer halben Stunde enorme Zeitersparnisse bedeuten; so vermeiden die Betroffenen die Spitzen im Berufsverkehr oder heillos überfüllte Züge.

Viele Arbeitnehmer sind darüber hinaus bereit, die Pendelzeiten in der Bahn zu nutzen, um schon die ersten E-Mails am Morgen oder die letzten Telefongespräche am Abend zu führen. Deshalb kann eine Lösung für Sie als Unternehmen darin bestehen, Ihren pendelnden Mitarbeitern Arbeits-Laptops oder -Smartphones zur Verfügung zu stellen.

Finanzielle Unterstützungen können Sie in Form von Fahrtkostenzuschüssen wie dem Job-Ticket oder Benzingutscheinen gewähren. Je mehr Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen das Job-Ticket in Anspruch nehmen, desto mehr lohnt es sich für Sie. Entscheiden Sie sich für den klassischen Benzingutschein, können Bahnpendler damit meist wenig anfangen. Deshalb achten Sie darauf, dass Sie eine Leistung gewähren, die möglichst alle Pendler oder noch besser alle Ihre Mitarbeiter in Anspruch nehmen können.

Manchmal bleibt als letzte Möglichkeit zur Überwindung der Pendelbelastung nur ein Umzug in die Nähe des Arbeitgebers. Auch hier können Sie sich als Arbeitgeber beteiligen und ihren Mitarbeitern aktiv unter die Arme greifen. Gerade wenn es sich um einen ortsfremden Arbeitnehmer handelt, ist die Unterstützung durch die Personalabteilung bei der Wohnungssuche Gold wert. Auch eine Beteiligung an den Mietkosten einer Zweitwohnung in der Nähe des Arbeitgebers in Aussicht stellen, ist eine Überlegung wert.

E-Block-Team
Ein Beitrag von
E-Block-Team
Erstellt am 17.06.2014
Aktualisiert am 17.06.2014
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