KOLUMNE: Sprit, der Treibstoff, nicht nur für Autos

Sprit - Treibstoff und treibender Stoff

Was für ein Leben – morgens ganz bequem zur Arbeit, mittags zum neuen Italiener im Nachbarort und abends noch schnell ins Fitness-Studio. Natürlich immer mit dem eigenen Auto. Wir sind mobil wie nie zuvor und gestalten unser Berufs- und Privatleben so individuell wie möglich. Doch diese grenzenlose Freiheit wird immer und zuerst von einem funktionierenden Fahrzeug und einem vollen Tank ermöglicht. Benzin in jeder Form vom Super über Diesel bis hin zu Kerosin ist das Treibmittel schlechthin. Sprit ermöglicht uns, die Kinder morgens noch schnell in die Schule zu fahren, alle Schnäppchen im preiswerten Discounter auf der grünen Wiese mitzunehmen und im Urlaub quer durch Europa zu reisen.

Deutschland und die Mobilität

In Deutschland hängt angeblich jeder fünfte Arbeitsplatz vom Auto ab, Erdöl ist der Schmierstoff, der unsere Wirtschaft befeuert und Benzin ist der Saft, der das tägliche Leben leichter und planbarer macht. Aber dieser Rohstoff ist leider begrenzt und daher entsprechend wertvoll – von der Umweltverträglichkeit gar nicht zu reden.

Deutschland und alternative Mobilität

Natürlich sollen wir uns einschränken, können auf Zug, Fahrrad oder die eigenen Füße umsteigen – doch ganz ehrlich, wer will das schon? Und reicht die Infrastruktur tatsächlich für so viel guten Willen schon aus? Wenn jeder auf die Bahn umsteigt, wann platzen die Züge aus allen Nähten? Ganz zu schweigen von Orten, die ohne Bahnhof auskommen müssen. Wie weit reicht der gute Wille auf dem Fahrrad bei Schnee und Regen? Wo ist die Grenze beim Laufen, wenn die schweren Einkäufe nach Hause geschleppt werden müssen?

Deutschland und die Mobilität in Zukunft

Alles Fragen, die wichtig und richtig sind und für die Antworten  in hoffentlich naher Zukunft gefunden werden. Es gibt tolle und spannende Tendenzen vom Fahrverzicht über E-Mobile bis hin zu Car-Sharing. Doch bis diese Zukunftsmusik in jedem Ohr angekommen ist, sollten wir das Beste – und zwar im Sinne von Vernünftigste – aus unserer Zeit und Situation machen. In der Praxis bedeutet dies, beim Autokauf auf den Verbrauch achten und stets bewusst fahren. Und immer wieder auf alternative Verkehrsformen von den öffentlichen Verkehrsmitteln über (E)Bikes bis hin zu Fahrgemeinschaften umsatteln. Das ist manchmal lästig, aber viel öfter auch erfreulich und spannend. Man trifft neue Menschen, genießt die Umwelt und hat dabei auch noch ein gutes Gewissen.

Umdenken in Sachen Mobilität

Deutschland ist hierbei in vielen Punkten Vorreiter: Weil wir uns engagieren, Lösungen suchen und eine breite Diskussion diesbezüglich führen. Unsere Nachbarn in Europa – speziell die Autonationen Frankreich und Italien – konnten diesen Themen bislang weitgehend aus dem Weg gehen, nicht zuletzt, weil sie traditionell auf kleine und sparsame Autos gesetzt haben. Aber auch, weil das Thema Nachhaltigkeit für viele Bürger einfach eine Sache des Staates ist – und keine persönliche. Hier besteht noch viel Nachholbedarf, der aber auch mit großen Schritten angegangen wird.

Genießen wir also in Deutschland einstweilen unsere (all)täglich Mobilität, freuen wir uns an schönen Autos, an vergnüglichen Fahrten und an noch bezahlbaren Spritpreisen. Aber wir sollten doch offenen Auges erkennen, dass diese Zeiten endlich sind und es an uns liegt, echte Alternativen zu ermöglichen. Ich bin da gerne ganz vorne mit dabei.

Ein Beitrag von
Markus Schütz
Erstellt am 11.03.2014
Aktualisiert am 11.03.2014
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