So isst Deutschland

Was essen die Deutschen am liebsten? Vertrauen sie in die von ihnen gekauften Lebensmittel? Wie wichtig sind ihnen Informationen zum Produkt? Achten sie auf ausgewogene Ernährung?

Viele Fragen, die eine statistisch fundierte Antwort im Ernährungsreport 2016 finden.  Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat hierzu Ende 2015 eine großangelegte Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Forsa zu den Essgewohnheiten der Bevölkerung Deutschlands in Auftrag gegeben. Außer Frage steht, dass jeder von uns zu Ernährung, Essen und Lebensmitteln, ob gesund oder nicht, ob nachhaltig hergestellt oder nicht, ob aus der Region oder nicht, eigene Ansichten vertritt, die den persönlichen Vorstellungen, Werten und Prinzipien entsprechen.

Der E-Block möchte seinen Lesern einen Blick über den Tellerrand ermöglichen. Wir setzen einfach mal voraus: Die Deutschen essen gerne, sie lieben ihre regionale Küche, sind grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber einem unbekannten Geschmack und sind neugierig auf Gerichte aus anderen Ländern und Regionen.

Der Ernährungsreport 2016

Ein Blick auf die Ergebnisse der Umfrage unter 1000 Befragten in Deutschland ab einem Alter von 14 Jahren. Die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer gibt an, dass es ihnen gelingt, sich gesund zu ernähren. Je nach Altersgruppe bevorzugen sie Produkte aus heimischem Anbau, sind bereit für sichere Lebensmittel auch mehr auszugeben und sehen es mehrheitlich auch in der Verantwortung der Bildungseinrichtungen Kindern und Jugendlichen die Wertschätzung und den Umgang mit Nahrungsmitteln näher zu bringen.

Wertschätzung und Vertrauen ins täglich Brot

Der Umgang mit Lebensmitteln, ihre Wertschätzung ist stark altersabhängig. Über zwei Drittel der Schüler gaben an, dass sie mindestens einmal wöchentlich Lebensmittel wegwerfen. Entsprechend geringer die Zahl bei den älteren Befragten.

Auch das Vertrauen in Lebensmittel ist mit 77 Prozent sehr hoch. Dennoch googeln knapp 5 Prozent der Befragten schon mal nach einem bestimmten Produkt direkt beim Einkauf im Supermarkt. Sei es, dass sie nach Angaben zur Zusammensetzung und Herkunft suchen oder auch um ihr Wissen im Falle von unbekannten Produkten zu erweitern.

Wer kocht in Deutschland?

Auf die Frage, wer in Deutschland die Kochschürze anhat, kann man nun einschlägige Kochshows zu rate ziehen oder hinter die Küchentüren Deutschlands blicken. Das hat die Studie gemacht und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass bei einer wöchentlichen Häufigkeit von zwei- bis dreimaligem Kochen, Männer (36 Prozent) und Frauen (37 Prozent) fast gleichauf liegen. Wesentlich größer ist das Gefälle, wenn es ums tägliche Kochen geht (Männer 31 Prozent : Frauen 51 Prozent).

Was essen die Deutschen am liebsten?

35 Prozent der Deutschen lieben Spaghetti, Nudeln und Pasta. Den mehrmalige Fleischkonsum wöchentlich bestätigen 83 Prozent der Befragten. Gemüse und Kartoffeln tragen bei 18 Prozent der Deutschen den Titel Lieblingsgericht. Bei 16 Prozent stehen Fischgerichte auf der Liste der Lieblingsspeisen ganz oben, dicht gefolgt von Salat (15 Prozent) und Pizza (14 Prozent).

Wann essen die Deutschen ihr Lieblingsgericht?

Der Frage, WANN diese Lieblingsgerichte von den Deutschen verspeist werden, sind die Befrager nicht nachgegangen. Unser Vorschlag: Ein entspanntes Mittagessen mit Kollegen, um sich auch mal fern der unternehmerischen Themen zu unterhalten oder aber die Lieblingsspeise abends mit Freunden teilen, um im sozialen Umfeld auch ohne Twitter und Facebook mal wieder auf dem Laufenden zu sein.

Um ein ausgewogenes und gesundes tägliches Mittagessen an Arbeitstagen zu garantieren, können Unternehmen jederzeit auf eine für Arbeitnehmer und Arbeitgeber steuerfreie, finanzielle Unterstützung zurückgreifen. Gemäß § 8 Abs. 2 EStG kann der Arbeitgeber derzeit eine Mittagsmahlzeit mit bis zu 6,20 Euro unterstützen.

Mit dem 44 Euro Sachbezug (§8 Abs. 2 Satz 11 EStG), der monatlich steuern- und abgabenfrei gewährt werden kann, kann der Arbeitgeber seine Anerkennung und Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer zum Ausdruck bringen. Dann wartet das Lieblingsessen vielleicht darauf im Restaurant zu einem besonderen Anlass gemeinsam mit der Familie oder den Freunden verzehrt zu werden.

Wir wünschen guten Appetit!

AKTUELL: Kritik am Ernährungsreport 2016 des BMEL

Diese ganz aktuellen Informationen, die uns bei unserer Recherche zu diesem Beitrag in die Hände gefallen sind, wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten:

Foodwatch und auch die ÄrzteZeitung üben starke Kritik am Ernährungsreport 2016. Sie unterstellen dem BMEL falsche Schlüsse aus den Antworten der Befragten gezogen zu haben. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, eine eigene Position zu den Ergebnissen des Report und den geäußerten Vorwürfen einzunehmen.

E-Block-Team
Ein Beitrag von
E-Block-Team
Erstellt am 12.01.2016
Aktualisiert am 12.01.2016
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