Employer-Branding – starke Positionierung zu jeder Zeit

Kennen Sie Ihre Außendarstellung als Brand am Arbeitsmarkt? Überzeugen Sie durch einzigartige Karrierechancen? Stehen hochkarätige Talente bei Ihnen Schlange? Kennen Sie Ihre Werte und tragen Sie diese nach außen? Dann haben Sie alles richtig gemacht und sich selbst als Arbeitgebermarke positioniert.

Strategisches Employer-Branding senkt langfristig Recruiting-Kosten und steigert die Attraktivität des Unternehmens. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Stellschrauben Sie drehen können, um noch erfolgreicher zu werden und geben Tipps für Prozesse und Maßnahmen.

Employer-Branding in der Krise – ein Exkurs

Erfolgreiche Arbeitgeber stehen zu jeder Zeit hinter ihren Mitarbeitern – auch in Krisenzeiten. Die aktuelle Zeit beweist: Mit einer guten Führung und einem guten Image lässt sich jede wirtschaftliche Herausforderung meistern.

Die Zahl der Arbeitssuchenden wächst. Doch es herrscht Verunsicherung. Darüber, ob die Unternehmen die Zeit überdauern. Wenn nicht, sollte man seinen Job wechseln und ist dieser überhaupt sicher? Mit zielgerichteten Employer-Branding-Maßnahmen schaffen Sie Vertrauen in schwierigen Zeiten und stärken den unternehmensinternen Zusammenhalt. Die Loyalität der Mitarbeiter wird gesichert, sodass sie auch in schweren Zeiten hinter dem Unternehmen stehen. Denn eins ist klar: Ein Wechsel des Arbeitnehmers kostet das Unternehmen in Krisenzeiten mehr, als wenn Mitarbeiter im Unternehmen bleiben.

Ein Beispiel: Geht ein Unternehmen in Kurzarbeit, werden die Arbeitsstunden reduziert. Wer jetzt neue Mitarbeiter einstellt, muss sich zum einen dem Unverständnis der Arbeitnehmer stellen. Zum anderen müssen die Ressourcen für die Einlernzeit neuer Mitarbeiter gewährleistet werden. Dies reduziert wiederum das Vertrauen und damit die Verlässlichkeit des Unternehmens.


Was ist Employer-Branding?

Employer-Branding ist die wirksame Entwicklung und Positionierung des Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Es ist also mehr als nur Recruiting und die Suche nach neuen Talenten. Die Employer-Branding-Strategie beschäftigt sich mit der Positionierung der Arbeitgebermarke nach innen und außen. Nach innen überzeugt der Arbeitgeber die Mitarbeiter immer wieder von sich, von den Benefits sowie den persönlichen Entwicklungs- und Karrierechancen. Die Arbeitnehmer sind sich sicher, dass es sich lohnt, im Unternehmen zu bleiben. Genau mit dieser Sicherheit der Arbeitnehmer bringt Employer-Branding Stabilität in der Krise. Mit der richtigen Strategie und einem klaren Prozess wird der Arbeitgeber zu einer Brand mit fest verankerten Markenbotschaften, die sich auch im Verhalten der Mitarbeiter widerspiegeln und präsentieren.

Arbeitgebermarke aufbauen: warum der ganze Aufwand?

Vor allem für die junge Generation ist der Job nicht mehr nur ein Mittel zum Zweck, um sich den nächsten Urlaub leisten zu können. Der Job und der Arbeitgeber müssen zur eigenen Lebensphilosophie passen. Er muss den Arbeitnehmer erfüllen und ihm den Sinn der Arbeit zeigen – und täglich aufs Neue beweisen. Wer sich mit dem arbeitgebenden Unternehmen identifiziert, ist motivierter, engagierter und damit effizienter. Die Aufgabe wird mit Herzblut erfüllt – schließlich möchte man Teil des Unternehmenserfolgs sein.

Mit der richtigen Strategie und starken Maßnahmen lässt sich eine großartige Arbeitgebermarke aufbauen, deren Werte gerne weitergegeben werden und so das Recruiting ganz von selbst unterstützt. Im Bewerbungsprozess achten die Kandidaten auf eine moderne Unternehmenskultur. Charity-Projekte können hierzu beitragen sowie eine offene Gesprächskultur und die Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln.  

Für das Unternehmen selbst bedeutet Employer-Branding eine nachhaltige Kostensenkung im Recruiting. Dank zufriedener Mitarbeiter besteht eine geringere Fluktuation und damit einhergehend ein geringerer Recruiting-Aufwand. Die Einarbeitungszeit der neuen Mitarbeiter sinkt, es besteht mehr Zeit für neue Projekte und Ideen.

Im War of Talents ist eine starke Arbeitgebermarke notwendig, um High-Potentials einzufangen und zu binden. Sinngebende Werte und eine frische Unternehmenskultur, die ihre Mitarbeiter wertschätzt, sind die ersten erfolgreichen Schritte getan.

Employer-Branding: mit diesem Prozess gelingt‘s

Beim Aufbau einer Arbeitgebermarke können Sie sich an einem Funnel-Modell orientieren. Dieser Employer-Branding-Funnel besteht aus vier Punkten:

  1. Strategie: In der Strategie-Phase geht es zunächst um die Analyse des Status-Quo. Welche Benefits hat Ihr Unternehmen, die andere Unternehmen nicht bieten? Welche USPs überzeugt die Zielgruppe? Diese Analysen bilden die Basis des weiteren Prozesses und der letztlich strategischen Aufstellung als Arbeitgebermarke.
  2. Branding: Auf Basis der Strategie bildet sich die Markenkommunikation heraus. Wie bei jeder anderen Marke muss klar sein, welche Informationen verbreitet werden und vor allem wie kommuniziert wird. Auf interner Ebene ist dies ebenso wichtig wie auf externer. Definieren Sie ein Corporate-Wording für die Kommunikation in Stellenausschreibungen, auf der Website und in Werbemitteln.
  3. Engagement: Für die Positionierung als Arbeitgebermarke ist nicht nur der Arbeitgeber selbst, also das Unternehmen, verantwortlich. Auch die Mitarbeiter tragen einen Großteil dazu bei, das Unternehmen attraktiv darzustellen und Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Aktivieren Sie Ihre Mitarbeiter und kreieren Sie hochwertigen Corporate-Content, der gerne auch einmal aus dem Nähkästchen plaudert.
  4. Recruiting: Kommen wir zum finalen Schritt und dem Output des Funnels: neue Mitarbeiter. Eine erfolgreiche Employer-Branding-Kampagne bringt die Bewerber von ganz allein ins Unternehmen und das Recruiting hat sich beinahe automatisiert. Sind die Mitarbeiter gefunden und eingestellt und die Versprechen werden gehalten, kommt die Loyalität von selbst. Das Ergebnis: zufriedene, langfristige Mitarbeiter.

 


Strategische Ansätze für die Positionierung als Arbeitgebermarke

Damit Sie die richtigen Ziele verfolgen und schlagfertige Inhalte in Ihren Kampagnen präsentieren, möchten wir Ihnen einige Überlegungen mit auf den Weg geben. Die folgenden Fragen sollen auch bei der Analyse, also Schritt 1 des Employer-Branding-Funnels, unterstützen und den Weg weisen:

  • Was sind die USPs des Unternehmens?
  • Welches Image wird aktuell vertreten?
  • Welches Image verfolgt das Unternehmen?
  • Was macht das Unternehmen attraktiv?
  • Wie wird das Unternehmen attraktiver?
  • Warum bleiben Arbeitnehmer dem Unternehmen treu?
  • Wo und wie wird die Zielgruppe erreicht?
  • Wie kann man sich klarer vom Wettbewerb abheben/abgrenzen?

 

Wichtig ist, dass nicht nur die Geschäftsleitung und die Personalabteilung über diese Dinge nachdenken und diese analysieren. Auch die Mitarbeiter sollen in den Prozess eingebunden werden. Sie sind es schließlich, die gerne im Unternehmen arbeiten und den Arbeitgeber weiterempfehlen.

Regelmäßige Mitarbeiterzufriedenheitsumfragen können bereits erste Antworten auf diese Fragen geben. Aber auch ad-hoc-Umfragen sind durchaus aufschlussreich. Erfragen Sie dabei nicht nur den Status-Quo, sondern wünschen Sie sich auch aktiv Verbesserungsvorschläge.

Employer-Branding-Kampagne: kreative Umsetzung und Methoden

Die Mitarbeiterfindung und Mitarbeiterbindung kann auf unternehmensinterne und -externe Maßnahmen abzielen. Viele Mitarbeiter benötigen die Sicherheit, dass ihre Karriere nicht an einem Punkt im Unternehmen endet. Entsprechend sollten Möglichkeiten und Hierarchien geschaffen werden, um denjenigen Mitarbeitern mehr Verantwortung zu geben und damit eine Beförderung zu ermöglichen. Internes Talentmanagement ermöglicht die Sicherung der Besetzung kritischer Positionen. Es ist wichtig, Führungskräfte auszubilden und zu schulen, um bestehende Positionen neu zu besetzen.  

Ebenso beitragend ist eine attraktive Unternehmenskultur: ausgeglichene Work-Life-Balance, familiäres Umfeld, starkes Miteinander auch in schweren Zeiten (persönlich und unternehmerisch), Teamevents etc. Um diese Werte nach außen zu tragen, ist Social-Media eine ideale Möglichkeit.

Zufriedene Mitarbeiter sollten als Vermittler agieren. Erstellen Sie Interviews mit den Mitarbeitern oder veröffentlichen Sie Zitate und Einblicke der täglichen Arbeit. Auch in den Stellenanzeigen können diese Inhalte ihren Platz finden. Machen Sie auf sich als Arbeitgebermarke aufmerksam und präsentieren Sie Ihre Werte!

Mit Edenred neue Anreize als Arbeitgebermarke schaffen

Mit der Edenred Ticket Plus® können Sie durch kleine Aufmerksamkeiten große Wirkung beim Arbeitnehmer erzeugen. Laden Sie die Gutscheinkarte monatlich mit einer Prämie auf oder sprechen Sie ihr Lob in Form einer einmaligen Prämie aus – steuerfrei! Wie dieser Betrag verwendet wird, kann der Mitarbeiter selbst entscheiden und so seine Freizeit oder die Mittagspause abwechslungsreich gestalten. Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu den Möglichkeiten und wie Sie mit Edenred erfolgreiches Employer-Branding gestalten können.

 

E-Block-Team
Ein Beitrag von
E-Block-Team
Erstellt am 17.06.2020
Aktualisiert am 17.06.2020
Zur Übersicht

Hier kommentieren

Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge

Führungskräfteentwicklung – Methoden, Konzepte und Tipps
Employee Experience: Wie Sie ein positives Mitarbeitererlebnis schaffen
Azubis finden, motivieren und halten – für beidseitigen Erfolg
Betriebliche Altersvorsorge – Vorteile für Arbeitgeber und -nehmer