Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien

Fuerungsprinzipien

Führen, Führung, Führungsprinzip - und das auf den Punkt gebracht.

Blog-Parade von Bernd Geropp zum Thema 'Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien'. Gerne folgen wir der Einladung von Bernd Geropp, Buchautor, Blogger und Coach, und nehmen an der von ihm lancierten Blog-Parade zum Thema 'Die drei wichtigsten Führungsprinzipien' teil. Wir freuen uns, hier unsere Gedanken zu diesem sehr umfassenden Thema kundtun zu können. Das E-Block-Redaktionsteam sagt Danke für diesen Austausch. 

Wir stellten fest: Bei genauer Betrachtung und Herleitung des Wortes Prinzip, fällt es schwer, über Prinzipien in der Mehrzahl zu sprechen. Denn das lateinische ‚principium‘ bedeutet Anfang und Ursprung, bezeichnet also eine Sache, die alleine steht. In unseren Sprachgebrauch übertragen, stellt das Prinzip ein Gesetz dar, dem sich andere Gesetze, Gesetzmäßigkeiten, Regeln und Richtlinien unterordnen. Das Prinzip steht somit immer an erster Stelle. Außer, das Prinzip stellt es geschickt an und passt sich, wie im alltäglichen Sprachgebrauch heute, an und verzichtet auf seine Machtposition, nimmt sich ein wenig zurück und wird so als eine Verkettung von Regeln und  Richtlinien wahrgenommen. 

Mit diesem kleinen Exkurs in die Etymologie, den unsere Leser verzeihen mögen, sind wir nun endlich bei dem gewünschten Exkurs zu den 3 wichtigsten Prinzipien der Führung angelangt, um Folgendes gleich vorneweg zu nehmen: Wir sehen in Führungsprinzipien eine Verkettung von Gesetzen, wie sie unweigerlich im Zusammenleben von Menschen – und in unserem Fall - in der Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Verantwortungen und Interessenbereichen entstehen muss.

Vertrauen

„Was macht für Sie eine gute Führungskraft aus?“, lautete die Leserfrage einer Online-Befragung auf dem Unternehmensblog eblock.edenred.de. Rund 60 Besucher des Blogs gewichteten die möglichen Antworten zur Frage. Mit 27 Prozent führt die Antwort „Die Führungskraft hat Vertrauen zu den eigenen Mitarbeitern“ das Feld an. Vertrauen ist wohl eines dieser Prinzipien, das uns von Geburt an in allen Lebensbereichen begleitet. Vertrauen kann erwidert werden, kann enttäuscht werden, kann missbraucht werden, kann gestärkt werden, kann entstehen, kann verloren gehen … 

Vertrauen ist wohl das Prinzip, auf dem jede Beziehung zwischen Menschen beruht. Haben wir somit unser erstes Führungsprinzip klar identifiziert?

Loben

Sehen wir uns die Auswertung der kurzen Online-Befragung weiter an: 13 Prozent der Befragten gaben an, dass Lob für sie sehr wichtig ist. Eine gute Führungskraft sieht Erfolge und spart nicht mit Lob. Diese Aussage nimmt Platz zwei auf der Wunschliste der Befragten ein. Und bei genauem Hinsehen stellen wir fest, dass Lob eine logische Folge des Prinzips ‚Vertrauen‘ ist.

Erfolg erkennen

Anerkennung - die Anstrengung, die Leistung erkennen, den Erfolg daraus messen und dann zum Ausdruck bringen, das ist Lob: „Ich habe dir vertraut und deine Anstrengung hat die Erwartung erfüllt.“ So entsteht Lob und wird dann hoffentlich auch geäußert, mit einer  Geste unterlegt und weitergetragen. Dem alten, aber leider noch viel zu häufig stattgegebenem Sprichwort, ‚Nicht geschimpft ist Lob genug‘,  muss mit Nachdruck die Stirn geboten werden! 

Noch klarer wird unsere Sichtweise, wenn man sich die Ergebnisse des aktuellen Edenred-Ipsos Barometer 2014 ansieht. Im Januar 2014 wurden deutschlandweit rund 800 Beschäftigte ab 18 Jahren befragt, welche Qualitäten auf ihren derzeitigen Vorgesetzen zutreffen und wie zufrieden sie damit sind? Vorweg sei  gesagt, dass 76 Prozent der Befragten mit ihrem direkten Vorgesetzten zufrieden sind. 

zufrieden mit dem Vorgesetzten_klein

Anerkennung im Fachbereich und delegieren

72 Prozent rechnen es dem Chef hoch an, dass er den Fachbereich, den sie betreuen, gut kennt. 70 Prozent der Befragten begrüßen es, dass ihnen Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung delegiert und anvertraut werden. Für weitere 68 Prozent ist es besonders wichtig, dass der Chef seine Zusagen einhält, sie vertrauen ihrem Vorgesetzten, nehmen ihn beim Wort. 

Na so was! Wir laufen im Kreis, wir haben es immer und immer wieder mit Vertrauen zu tun. 

Wir können nicht anders, wir haben uns wirklich bemüht, aber wir müssen uns der Logik der lateinischen Sprache beugen: In unseren Augen gibt es genau 1 Führungsprinzip, dem sich alle weiteren Prinzipien je nach ihrer Gewichtung als Gesetz, Regel, oder Richtlinie unterordnen. 

Das Prinzip zu vertrauen ist der Ursprung aller Führungsqualitäten, die eine Führungskraft ausmachen. Vertrauen zu den Mitmenschen, Vertrauen zu den Kollegen, in das Team, Vertrauen in den einzelnen Mitarbeiter, Vertrauen zum Vorgesetzen, Vertrauen in die Führungsmannschaft des Unternehmens ….  Beliebig kann diese Aufzählung fortgesetzt werden. Das Prinzip Vertrauen wird durch zahlreiche Elemente ergänzt, die in ihrer Summe Führung definieren.  Sie sind der Ansicht, unsere Betrachtungsweise sei zu einseitig? Vielleicht, aber sehr konsequent, und Konsequenz setzt eine große Bereitschaft an Vertrauen voraus. 

Soweit unsere Gedanken zu 'Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien'. Es ist heute schon spannend zu lesen, wie die anderen Blog-Parade-Teilnehmer diese Frage beantworten. Wir wünschen unseren Lesern, dass sie hier und dort Ideen und Gedanken finden, die sie in ihrer Sichtweise bestätigen oder ihnen Möglichkeiten bieten, einen neuen Blick auf das sie bewegende Thema zu entdecken. 

Weitere Meinungen zur Frage nach den 3 wichtigsten Führungsprinzipien.

E-Block-Team
Ein Beitrag von
E-Block-Team
Erstellt am 28.05.2014
Aktualisiert am 28.05.2014
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