Das bietet 2015 in puncto Steuern

Freigrenze für Aufmerksamkeiten steigt auf 60 Euro

Ab dem Jahr 2015 dürfen Zuwendungen an Arbeitnehmer zu besonderen, persönlichen Anlässen, die vom Finanzamt festgelegt sind, bis zu 60 Euro betragen. Zuvor galt die Freigrenze von 40 Euro, bis zu der Arbeitnehmern z.B. zu Geburtstagen oder zu Jubiläen einmalig diese steuer- und sozialabgabenfreie Leistung erhalten konnten. Steuerjournalistin Constanze Elter hat diese Neuerung hier für Sie aufbereitet.

Keine Änderungen bei der 44-Euro-Freigrenze und beim Sachbezug zur Mittagsverpflegung

Die lohnsteuerliche Behandlung von verbilligten oder unentgeltlichen Mahlzeiten an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleibt für 2015 unangetastet. Es kommen weiterhin die geltenden Werte von 2014 zur Anwendung. Dies sind:

  • 3,00 Euro für ein Mittag- oder Abendessen,
  • 1,63 Euro für ein Frühstück.

Nachlesen können Sie diese Information im BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2014. Informieren Sie sich außerdem noch einmal über die Sachbezugswerte für 2014.

Im Rahmen des Zollkodexgesetzes hatte sich der Bundesrat auch mit Anpassungen der 44-Euro-Freigrenze für monatliche Sachbezüge beschäftigt. Letztendlich hat der Bundesrat die angedachten Änderungen hierfür verworfen. Somit bleibt auch beim Thema 44-Euro-Sachbezug auch 2015 alles beim Alten.

Menü-Schecks ab sofort auch für Leiharbeitnehmer möglich

Ein interessanter Beschluss des Bundesrats am Ende des Jahres hat die Möglichkeiten von Leiharbeitsunternehmen der Gewährung von Essensbons erweitert: Zusatzleistungen in Form von Essensschecks können nun einfacher ausgegeben werden. In der letzten Bundesratssitzung vor Jahresende am 19. Dezember wurde im Rahmen des Gesetzes zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union zugestimmt, dass zukünftig nicht nur die Gewährung von Mahlzeiten, sondern auch die Ausgabe von Restaurantschecks und Essensmarken mit dem niedrigeren Sachbezugswert bewertet werden sollen. Somit werden auch Leiharbeitnehmer, die länger als drei Monate beim Kundenunternehmen tätig ist, von dieser Vergünstigung profitieren. Das ergänzende BMF-Schreiben zur Entscheidung finden Sie hier.

Betriebsfeiern: Aus Freigrenze wird Freibetrag

Ab 1. Januar 2015 gilt für Betriebsfeiern ein Freibetrag statt einer Freigrenze. Der viel diskutierte Betrag von 110-Euro bleibt aber bestehen. Bei Überschreiten der Grenze ist nun eine pauschale Versteuerung des Restbetrags möglich. Einen guten Überblick über die Änderungen hierzu gibt der Haufe Verlag.

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Erstellt am 15.07.2015
Aktualisiert am 15.07.2015
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