1. Beitrag: Enttäuschendes Ergebnis bei der Mitarbeiterbefragung

©Ute Bivona

Das darf doch wohl nicht wahr sein!

17:35 Uhr, die wöchentliche Besprechung  der Führungskräfte des Leuchtenherstellers Strahlvox  ist soeben beendet. 

Der kaufmännische Geschäftsführer – Stefan Berger (53),  seit vier Jahren in dieser Funktion, bittet die HR-Managerin Regine Horn (41) noch im Raum zu bleiben.
Berger knallt die Auswertung der Mitarbeiterbefragung auf den Tisch. Diese wurde im letzten Herbst erstmals bei Strahlvox durchgeführt. „Das kann doch nicht wahr sein – wir tun so viel für unsere Belegschaft. Und dann so ein enttäuschendes Ergebnis.Auch Horn hat gewaltig schlucken müssen, vor allem, weil die Beteiligung sehr niedrig war. Trotz mehrfacher Vorinformation der Mitarbeiter, auch durch den Betriebsrat, lag diese bei knapp 35%.

 Berger, sonst besonnen und analytisch, kommt in Fahrt. Er hält sich nicht lange bei Punkten auf, die von den Mitarbeitern positiv bewertet wurden. Ironisch stellt er fest: „Großartig, dass solche Vorzüge bei uns auch mal anerkannt werden“.

 Doch Horn ist gut vorbereitet und zeigt deutlich auf, was die Mitarbeiter am Unternehmen schätzen.

Was Mitarbeiter am Unternehmen schätzen

In seiner Ungeduld hat Berger schon weiter geblättert. Ihn ärgert es sehr, dass zentrale Antwortbereiche der Umfrage so schlecht ausgefallen sind. So wird der Wunsch nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten mehrfach genannt. Hier – so wissen beide -  sind ihnen die Hände gebunden, solange der Senior des Unternehmens hierfür kein offenes Ohr hat, wie sie vor kurzem wieder feststellen musste.

Berger überfliegt die Handlungsfelder, die das beauftragte Meinungsforschungsinstitut als relevante Größen zusammengefasst hat.

Handlungsfelder

Dies alles – so die Meinungsforscher – beeinträchtigt die Arbeitsfreude und den Teamgeist bei Strahlvox stark.

Die Zukunftsperspektive sei jedoch keineswegs düster, wenn gewisse Änderungen vorgenommen werden. Denn die Identifikation der Belegschaft sei insgesamt hoch im Vergleich zu anderen Familienunternehmen dieser Größe.

Alarmierend reagieren Berger und Horn auf das Resultat zur Frage: Würden Sie einem Freund oder Bekannten empfehlen, sich bei uns zu bewerben? 58,6 % haben hier nur ein „teils- teils“ bzw. „eher nicht“ angekreuzt!

Neugierig geworden? Lesen Sie in unserem 2. Beitrag wie es  Personalerin Horn gelingt Berger davon zu überzeugen mit ihr an einem Strang zu ziehen, sich der Ausgangslage zu stellen und  nicht die Augen davor zu verschließen.

WEITER ZU TEIL 2


Ein Beitrag von
Frank Müller
Erstellt am 24.04.2017
Aktualisiert am 24.04.2017

Hier kommentieren

Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge

Mitarbeiter werben Mitarbeiter – So profitiert Ihr Unternehmen
Mitarbeiter finden - 7 Alternativen zu Stepstone & Co.
Mitarbeiterbenefits: Geld ist wichtig, aber auch nicht alles
Betriebsfeier und Steuern